Commodore 264-Serie Beschreibung Commodore 264-Serie  
 
   
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Commodore 264-Serie

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Commodore 264-Serie Artikel

Die 264er-Serie war eine Heimcomputer-Linie, die von Commodore als Nachfolger für den C64 gedacht war, aber in der geplanten Form nie verwirklicht wurde. Stattdessen kamen die Computer C16, C116 und Plus/4 auf den Markt. Da diese auf den ursprünglichen Modellen basierten, wurden sie unter dem Namen 264er zusammengefasst.

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Geschichte

In den frühen 1980er Jahren kam es zu einem Preiskampf in der Heimcomputerbranche. Firmen wie Texas Instruments und Timex unterboten den Preis der Commodore PET-Linie. Der C64, der erste Computer, der 64 KB RAM besaß, aber weniger als 600 US$ kostete, war aufgrund seiner vielen spezialisierten Chips aufwändig in der Herstellung. Commodores Geschäftsführer Jack Tramiel befahl daher die Entwicklung einer Computerlinie, die mit viel weniger Chips auskommen und gleichzeitig C64- und VC 20-Besitzer zu dem Umstieg animieren sollte.

Ursprünglich waren drei Modelle geplant: 232, 264 und 364. Der 264 stellte das Basis-Modell dar. Er sollte über 64 KB RAM und 32 KB ROM verfügen. Als Besonderheit war geplant, die Computer mit in dem ROM eingebauter Software auszustatten. Der Kunde sollte dabei aus vier verschiedenen Paketen wählen dürfen. Geblieben sind davon das '"3 plus 1"-Paket des Plus/4. Der 364 sollte der "Große Bruder" des 264 werden. Neben einer Tastatur mit Ziffernblock und einem größeren ROM (48 statt 32 KB), sollte er vor allem über einen eingebauten Sprachsynthesizer mit 250 Worten verfügen (weitere nachladbar). Der 232 schließlich sollte als Sparversion des 264 ca. 32 KB RAM und keinerlei zusätzliche Software besitzen.

Nach dem Fortgang von Jack Tramiel wurde die Markteinführung der ursprünglichen Modelle verworfen. Stattdessen brachte man 1984 die Modelle C16, C116 und Plus/4 auf den Markt. Sie waren zwar technisch ähnlich, aber ohne die speziellen Features wie Sprachausgabe. Außerdem verfügten die Varianten C16 und C116 ca. über 16 KB RAM. Alle drei Computer benutzten eine MOS 7501 -CPU und einen MOS 7360 "TED". Der "TED" war ein All-In-One-Chip mit Video-, Sound- und I/O-Fähigkeiten. Das Design der Computer entsprach damit mehr dem VC20 als dem C64; die Chipanzahl und die Komplexität der Platine war allerdings wie geplant weit kleiner als bei beiden Vorgängermodellen.

1984 ging der Trend in dem Computer-Markt schon weg von billigen hin zu leistungsfähigeren Computern. Auch die 16-Bitter waren bereits in dem Kommen. Darüber hinaus war die gesamte Linie vollkommen inkompatibel zu dem C64. Commodore hatte dies nicht für ein Problem gehalten, war doch auch der C64 vom VC20 komplett verschieden. Man hatte aber übersehen, dass 1984 bereits eine große Software-Bibliothek für den C64 zur Verfügung stand und der C64 wesentlich leistungsfähiger als der VC20 war. Dagegen war selbst der Plus/4 dem C64 teilweise unterlegen. Darum wurde die gesamte Linie aufgrund der bescheidenen Hardware-Ausstattung, der Inkompatibilität sowie der mangelnden Software ein Flop.

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Die technischen Merkmale

Der TED stellte eine damals beeindruckende Palette von 121 Farben dar. Die Auflösung von 320 × 200 Pixel war für den Anschluss an einen Fernseher geeignet. Er konnte aber in dem Gegensatz zu dem VIC II des C64 keine c996995b373fc2894c9a5ef39fe24 Tausend darstellen. Die Qualität des Tongenerators entsprach mehr dem VIC als dem SID. Software für den C64 konnte aus diesen und anderen Gründen ca. sehr schwer oder gar nicht konvertiert werden.

Die Anschlüsse waren inkompatibel zu dem C64. So wurden für Datasette und Joysticks DIN-Buchsen benutzt. Auf Kassette gespeicherte Daten konnten aufgrund unterschiedlicher Formate nicht mit dem C64 ausgetauscht werden. Die Belegung des Userports unterschied sich ebenfalls. Ca. der serielle IEC-Bus (CBM-Bus) war gleich geblieben.

Die Speicherverwaltung ermöglichte eine bessere Ausnützung des RAMs als beim C64. Das Commodore-BASIC Version 3.5 war stark verbessert und bot Befehle zur Strukturierung (Schleifenbefehle), für Soundausgabe sowie Grafik. Das Diskettenlaufwerk VC1551 war etwa viermal schneller als eine VC1541.


Commodore Produktübersicht
8 Bit Computer: PET 2001 | VC20 | C64 | Commodore 264-Serie (C16, C116, Plus 4) | C128
Amiga-Reihe: Amiga 500 | Amiga 600 | Amiga 1200 | Amiga 1000 | Amiga 2000 | Amiga 3000 | Amiga 3000UX | Amiga 4000 | CD32 | CDTV
Periferie: VC15xx (VC1540, VC1541, VC1551, VC1570/71, VC1581) | SFD100x (SFD1001, SFD1002) | Datasette | Commodore-Maus | REU | A1060 Sidecar | Amiga-Diskette
Chips: VIC | VIC II | TED | VDC | SID | CIA


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